Choralschola „cantando praedicare“ singt

Gregorianischer Choral im Dienst der Liturgie in St. Godehard am 3. Fastensonntag: Oculi.

Dazu gehört das Meßproprium mit dem Gesang zum Eingang, den beiden Zwischengesängen, dem Gesang zur Gabenbereitung und zur Kommunion. Diese fünf Gesänge sind der Göttinger Choralschola „Cantando praedicare“ anvertraut, Kyrie, Gloria, Sanctus und Agnus Dei dagegen einem Vorsänger und der Gemeinde im Wechsel. Im Gotteslob sind sie als Choralmessen unter Lateinische Ordinarien zu finden (104-119).

Der dritte Sonntag der Fastenzeit heißt nach dem ersten Wort des Eingangsverses Oculi. Der Psalmist richtet seine Oculi, seine Augen allezeit auf den Herrn - semper ad dominum, weil er fest glaubt, daß er selbst- ipse - ihn beachten und in seiner Barmherzigkeit aus mißlicher Lage befreien wird. Darum bittet er inständig und begründet die Bitte sogar klagend, weil er doch so einsam und so arm ist - quoniam unicus et pauper sum ego. In vier von fünf Meßgesängen ist an diesem Sonntag die Rede von den Augen, von Gottes Angesicht und der Bitte von ihm angesehen zu werden und gnädig zu sein.

Ganz bewußt wurden die Texte der Meßgesänge für diesen Sonntag ausgewählt, an dem die Taufbewerber geprüft wurden, um festzustellen, was sie bis dahin gelernt hatten. Das geschah in einer der sieben römischen Hauptkirchen, in S. Lorenzo, die dem Hl. Lorenz, dem Schutzpatron der Katechumenen geweiht ist.

Lassen wir uns einladen mit den  Augen des Herzens unablässig auf den Herrn zu schauen, wie es der Psalmist tut und um unser Leben so besorgt sein, daß uns der Blick auf Ostern nicht verloren geht.

Dr. Johanna Grüger

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Choralschola „cantando praedicare“

Termin
24.03.2019, 11:00 Uhr
Ort
St. Godehard
Godehardstraße 22
37081 Göttingen