Eröffnungsgottesdienst zum Godehardjahr mit Weihbischof Heinz-Günter Bongartz

Am heutigen Sonntag, dem 8 Mai 2022, eröffnete Weihbischof Heinz-Günter Bongartz das Godehardjahr in der Region Südniedersachsen im Rahmen eines feierlichen Gottesdiensts in der Pfarrkirche St. Godehard in Göttingen.

Die Heilige Messe feierte er gemeinsam mit Dechant Wigbert Schwarze. Bischof Dr. Heiner Wilmer hatte das Festjahr der inneren Erneuerung im Bistum Hildesheim bereits am Donnerstag dieser Woche Rahmen eines Gottesdienstes im Hildesheimer Mariendom eröffnet. Daran schließen sich an diesem Wochenende sechs weitere Eröffnungsgottesdienste im gesamten Bistumsgebiet an.

„Das Besondere am Heiligen Godehard ist, wie er seine Sendung verstand. Er war mit ganzem Herzen ein Seelsorger, der stets nah bei den Menschen. Aus dieser Nähe heraus erkannte er, dass die Kirche seiner Zeit einer Erneuerung bedurfte. Sein Mut zur Veränderung kann uns heute mehr denn je eine Inspiration sein“, erklärt Weihbischof Heinz-Günter Bongartz zur Bedeutung des Heiligen Godehard.

Dabei sei Veränderung jedoch kein Selbstzweck, sondern diene stets dem Ziel, Jesus Christus als Mitte allen Glaubens und Handelns zu suchen. Auch hier sei Godehard als Vorbild vorausgegangen, führt Bongartz aus: „Alle Erneuerung beginnt damit, aktiv auf die Menschen zuzugehen, um sie von Herz zu Herz zu berühren. Dem heiligen Godehard ist dies gelungen, in seiner Aufgabe als Abt ebenso wie beim Aufbau des Bistums Hildesheim. Dabei hat er die Demut des Benediktinermönchs nie abgelegt und den Menschen die Botschaft Jesu Christi und das Geheimnis des christlichen Glaubens in der unmittelbaren und persönlichen Begegnung erschlossen.“

Im Rahmen des Gottesdienstes wurde im Altarraum eine Kerze entzündet, die eigens für das Festjahr und zum Gedenken an den Heiligen Godehard entworfen und handgefertigt wurde. „“, erklärte Weihbischof Bongartz, bevor er die Kerze segnete. Als Symbol für die Inspiration durch Leben und Wirken des Heiligen wird sie während des Festjahres neben der Godehard-Darstellung im Kirchenraum aufgestellt bleiben.

 Einen weiteren besonderen Moment eröffneten die Schüler*innen der Godehard Grundschule Göttingen, die unter der Anleitung der Religions- und Musiklehrerin Diane Wrede-Ebel den Song „Aufbruch“ vortrugen. Das Lied war im Rahmen der St.-Godehard-AG der Göttinger Schule erarbeitet worden. Der Text greift die Bedeutung des Heiligen für die heutige Zeit auf und ermutigt, eigene und neue Wege im Glauben zu gehen.

„Für Göttingen hat der Heilige Godehard eine besondere Bedeutung, denn vor genau 1000 Jahren wurde er nur etwa 1000 Meter von dieser Kirche entfernt zum Bischof von Hildesheim geweiht. Daher haben wir noch heute eine Schule, einen Kindergarten, eine Straße und diese Kirche, die nach ihm benannt sind“, betont Wigbert Schwarze. Die Möglichkeit, das Godehardjahr neben Hildesheim auch in Göttingen zu eröffnen, bedeute ihm daher sehr viel.

Zur Feier dezentraler Eröffnungsgottesdienste im gesamten Bistumsgebiet erklärt der Dechant: „Im Zentrum des Godehardjahrs steht der Gedanke des Aufbruchs. Die Kirche von morgen muss eine Kirche für alle sein, die vom Engagement und dem individuellen Glauben der Christ*innen am jeweiligen Kirchort lebt. Es ist ein wichtiges Zeichen und bereits der erste Schritt auf diesem Weg, die Eröffnung des Festjahres nicht nur zentral in Hildesheim, sondern gemeinsam mit den Gläubigen in allen Teilen des Bistums zu feiern.“ Katholische Pressestelle Göttingen.

Katholische Pressestelle Göttingen