Impuls Oktober 2021

Erntedank - D(T)ankstelle und Neubeginn

Erntedank - D(T)ankstelle und Neubeginn

 

„Die Ernte ist groß, aber es gibt nur wenig Arbeiter. Bittet also den Herrn der Ernte, Arbeiter für seine Ernte auszusenden. (Lk 10, 2)“

Wenn damals Erntezeit war, dann wurden Arbeiter gebraucht - viele Arbeiter!

Und nicht nur Leute, die „vom Fach“ waren, sondern auch Leute, die sich damit gar nicht so besonders auskannten. Da mussten die liegen gebliebenen Ähren aufgelesen werden, die Getreidegarben ins Dorf gebracht werden, da musste Unkraut aufgesammelt werden, und, und, und - da gab es jede Menge Arbeit, die jeder machen konnte, der zwei Hände und zwei Füße hat, jeder! Davon spricht Jesus. Das ist die Situation, die er als Vergleich nimmt. Kurz und bündig fasst er sie wörtlich im griechischen Bibeltext zusammen: Reiche Ernte, aber zu wenig Arbeiter! Wenn Erntezeit ist, reichen die Bauersleute und Knechte und Mägde, die „vom Fach“ sind, nicht aus. Da werden viele Helfer gebraucht, das müssen nicht „Hauptamtliche“ sein. Jesus sagt im griechischen Urtext auch nicht: „Bittet den Herrn der Ernte…“, sondern: „Fleht“ zu ihm! So wichtig ist ihm das, dass jeder mithilft, dass jeder seinen Platz findet, dass jeder sich einbringt als Arbeiter, als Arbeiterin im Reich Gottes.

(Quelle: www.dioezese-linz.at/site/kfb/themenaktionen/spiritualitaet/impulse/article/7412.html)

Eigentlich gibt es diesem Gedanken nicht viel hinzuzufügen.
Ich war, wie auch viele andere, beeindruckt über die Hilfsbereitschaft vieler nach der furchtbaren Flut in diesem Sommer.
Die Bilder tiefsten Unglücks abgelöst durch die vielen Bildern von Hilfe und Zusammenhalt.
„Wie können wir, nein: wie kann ich, diese Motivation in unseren Alltag, in unsere Gemeinschaft übertragen?“ ist die Frage, die ich mir immer wieder stelle.
Hier brauchen wir viele, viele kleine Steinchen für ein großes Bild, für das Einbringen der Ernte für alle.
Gerade jetzt, wo die Profis immer weniger und Gemeinden immer kleiner werden, wo Unwetter und Unwegsamkeiten von vielen Seiten auf uns eintrudeln, sind wir gefragt, unseren Beitrag zu leisten.
Kein Beitrag ist zu klein.
Kein Beitrag ist unbedeutend.
Kein Beitrag ist ungesehen.

Danke für alles, was wir als Helfer erfahren, einfahren können:
Gemeinschaft, Erfüllung, Dankbarkeit des Gegenübers, Sinn im Leben, …

Komm, hilf mit bei der Ernte!
Gemeinsam können wir unsere Gemeinde wieder zu einer lebendigen Gemeinschaft machen. 

Gott, gib uns Kraft und Motivation, bei der nächsten Ernte zu helfen.

Thomas Schink