Johannas Antwort zu „Wie war es in Bolivien“

Kaum waren wir Abendteurer zurück in Deutschland kam immer wieder die eine Frage: „Und wie war es dort?“ Von mir gab es darauf immer nur eine kurze knappe Antwort: „Der Hammer, ich geh wieder zurück!“ Wozu auch große Worte wenn damit alles gesagt ist?! Aber ihr sollt auch erfahren warum es so schön war, was diese Reise unvergesslich macht ...

Die Reise: Lang, aber schön, entspannend, Zeit zum reden, schlafen Filme schauen

Die Ankunft: Überwältigend, riesiger Empfang von vielen Bolivianern, erstes Geschenk, eine Tasche mit Telefonnummern, Adressen und Geldbeutelchen.

Die ersten Tage: Familientage, das erste mal La Paz sehen, die ersten Eindrücke sammeln: viele stinkende Autos, kalt (Nordhalbkugel-Sommer=Südhalbkugel-Winter und so) und WOW.

Stadtführung: Von einem Pfadfinder, Mondlandschaft, San Francisco, eine bolivianische Demonstration überleben

Die Kleingruppenreisen: Sajama, Salar de Uyuni und in den Dschungel.

Sajama ist ein Nationalpark in dem der höchste Berg Boliviens ist, der auch Sajama heißt- oder wurde der Park wegen dem Berg so genannt? Beeindruckende Landschaften, über allem thront immer der Sajama, viele süße Tiere (Lamas, Alpakas, Vicunas,….), heiße Quellen zum baden und Brot, frisch aus einem Lehmofen, – ein Traum, das beste Brot was ich je gegessen habe!

Die Deathroad: – schneller und schneller – beeindruckendes Gefühl, bitte nicht nebenbei aufs Handyschauen, sonst führt es zu Stürzen. Beeindruckende Blicke würden wir gerne schreiben, aber bei uns war es nebelig, kaum Sicht, Brillenträger schon gar nicht, die hätten Scheibenwischer gebraucht.

Titicacasee und Cobacaban: Am Strand sitzen, Lieder mit Gitarren klimpern, das Rauschen der Wellen genießen, über die Mond- und Sonneninsel laufen, Boot fahren Zeit mit den Gastgeschwistern genießen!!

Das Projekt: Wie speichern wir das Wasser? Wo geht es hin? Wissen vermitteln, Wasserspeicher bauen, Nachbarn fragen was die wissen.

Die Fiesta: Im Haus eines ehemaligen Pfadfinders, schöne Küchen, richtiger Platz zum Backen, Schwarzwälderkirschschnitten, Donauwelle, Zimtschnecken, Zuckerkuchen, nicht perfekt vom Aussehen, aber es schmeckt allen

Der Abschied: Tränenreich, ich vermisse alle, einige mehr, aber insgesamt alle!

Was ich mitgenommen habe aus Bolivien? Vieles, natürlich einen der wunderschönen Pullover, neue Freundschaften, neue feste Freundschaften (auch mit deutschen), Sprachen sind kein Hindernis- es gibt Hände und Füße, ein Rezept(!!), viele Erinnerungen, dass nicht alles selbstverständlich ist – z.B. warmes Wasser, Obst und Gemüse bedenkenlos essen können, Leitungswasser ist trinkbar, der Staat zahlt für Ausbildung und wir haben Schulpflicht – und natürlich Singani und Kekse

Eine so weite Reise prägt und schweißt zusammen!

Johanna Jakob

 

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