Zurück nach Hause - Kommissarischer Dechant Bernd Langer verabschiedet sich aus Göttingen

Göttingen (kpg) – Fast 13 Jahre war er Pfarrer in Göttingen, jetzt zieht es ihn zurück in seine Heimatstadt Hannover: Am 1. November wird der kommissarische Dechant des Dekanates Göttingen, Bernd Langer, Pfarrer in St. Marien in Hannover.

 

 

 

 

Dass er Priester werden wollte, wusste Bernd Langer schon in

jungen Jahren: „Seit meiner Firmung mit 15 war mir das klar“, erinnert er sich.

„Ich hatte einfach ein positives Bild von der Kirche.“ Bereits als Jugendlicher engagiert er sich ehrenamtlich

als Pfarrjugendleiter in seiner Heimatgemeinde in Hannover. Wie wichtig dieses

Engagement Freiwilliger ist, das weiß er erst richtig zu schätzen, seitdem er

selbst Pfarrer einer Gemeinde ist: „Ohne die Ehrenamtlichen läuft nichts.“ Denn

die Aufgaben, die er im Laufe der Zeit wahrgenommen hat, seien immer

umfangreicher geworden. Als Langer am 1. Advent 1998 die Pfarrstelle in St.

Heinrich und Kunigunde in Göttingen-Grone übernahm, waren noch zwei weitere

Geistliche in der Gemeinde aktiv, kümmerten sich um die zur Seelsorge-Einheit

gehörenden Kirchorte St. Hedwig in Adelebsen und St. Marien in Dransfeld. Heute

ist Langer alleiniger Pfarrer der neuen Großgemeinde St. Godehard mit vier

Kirchorten im Landkreis, das bedeutet allein am Wochenende zwei Vorabendmessen

und drei Sonntagsgottesdienste, dazu umfangreiche Verwaltungsaufgaben. In den

vergangenen drei Jahren war Langer zudem zusätzlich kommissarischer Dechant des

Dekanates mit seinen rund 28 000 Katholiken. „Aber in erster Linie bin ich

Pfarrer“, betont er.

 

 

 

Und als solcher lagen ihm immer besonders die Jugendlichen

am Herzen. Vor seiner Zeit in Göttingen war Langer vier Jahre lang Jugendseelsorger

des Bistums Hildesheim, hat dort die Sternsingerdankmesse eingeführt. Seitdem

lädt der Bischof einmal im Jahr die Sternsinger aus dem ganzen Bistum nach

Hildesheim ein, um ihnen für ihr Engagement zu danken. Dieses Ritual in

ähnlicher Weise auch in der Universitätsstadt, seit Langer in Göttingen Pfarrer

ist: Hier besuchen die Sternsinger des ganzen Dekanates einmal im Jahr den

Bürgermeister im Alten Rathaus.

 

 

 

Kraft für seinen Alltag schöpft Langer auch aus der

Priestergemeinschaft Jesus Caritas, deren Bundesvorsitzender er 2003 bis 2009

war. Einmal im Monat treffen sich die Mitbrüder aus dem Bistum Hildesheim und

den benachbarten Diözesen Erfurt und Fulda auf dem Hülfensberg. „Das erweitert

meinen Horizont jedes Mal.“

 

 

 

Nach seinem Abschied aus der Universitätsstadt zieht es ihn

wieder an seinen Geburtsort: Langer wird Pfarrer der Gemeinde St. Marien in

Hannover mit etwa 10 800 Katholiken – „für Hannoveraner Verhältnisse ist das

eher klein“. Außerdem wird dort auch ein neues Internationales Katholisches

Zentrum gebaut, das die italienische, spanische und kroatische katholische

Mission unter seinem Dach beherbergen wird. „Ich freue mich auf die neue

Aufgabe. Das ist schon ein bisschen wieder nach Hause kommen.“

 

 

 

Pfarrer Bernd Langer

wurde am 25. Juni 1962 in Hannover geboren. Nach dem Theologiestudium in

Münster und Straßburg wird er 1988 in Hildesheim zum Priester geweiht. Nach

seiner Kaplanszeit unter anderem in Braunschweig wird er 1994 Jugendseelsorger

des Bistums Hildesheim. Am 1. Advent 1998 wechselt Bernd Langer als Pfarrer der

Gemeinde St. Heinrich und Kunigunde mit den Kirchorten St. Hedwig in Adelebsen

und St. Marien in Dransfeld nach Göttingen. Seit dem 1. September 2008 ist er

Pfarrer der neuen Großgemeinde St. Godehard in Göttingen mit den Kirchorten St.

Heinrich und Kunigunde, St. Hedwig und St. Marien  und übernimmt das Amt des kommissarischen

Dechanten.

 

 

 

Göttingen,