Diamantenes Priesterjubiläum von Günther Nörthemann gefeiert

Mit einem Festhochamt haben am Sonntag der ehemalige Pfarrer von St. Godehard, Günther Nörthemann, und der mit ihm befreundete Pfarrer Karl-Ludwig Herzig ihr diamantenes Priesterjubiläum gefeiert. Hauptzelebrant der Messe war der emeritierte Weihbischof Nikolaus Schwerdtfeger. Die musikalische Gestaltung der Messe übernahmen der Kirchenchor und das Orchester der Pfarrei Bad Kötzting.

Ihre Priesterweihe haben Günther Nörthemann und Karl-Ludwig Herzig am 24. Juni 1966 in Braunschweig empfangen. Mit ihnen erhielten acht weitere Mitbrüder, die bereits verstorben sind, die Weihe. Ihrer wurde während der Messe gedacht.

Zu Beginn der Messe begrüßte Dechant Wigbert Schwarze die Anwesenden herzlich und gratulierte Herzig und Nörthemann zu ihrem Priesterjubiläum, bevor er das Wort an Pfarrer Günther Nörthemann übergab. Dieser begrüßte insbesondere den Chor der Pfarrei Bad Kötzting und erläuterte, warum er den Chor anlässlich seines 60. Priesterjubiläums eingeladen hat. „Der Chorleiter, Konrad Linkmann, hat bei mir angefangen, Orgel zu spielen, und ist jetzt Regionalkantor im Bistum Regensburg“, sagte er. Nörthemann selbst ist nicht nur Priester, sondern auch Kirchenmusiker. So spielt er auch heute noch bei Gottesdiensten in Göttingen häufig die Orgel. Auf Wunsch des Jubilares wurde während der Festmesse „Missa Brevis in C-Dur, KV 259“ von Wolfgang Amadeus Mozart gesungen. „Ich habe in Sarstedt einen Jugendchor gegründet und diese Messe von Mozart war die erste, mit der wir öffentlich aufgetreten sind“, so Nörthemann.

Weihbischof Nikolaus Schwerdtfeger erklärte zu Beginn seiner Predigt, dass die Predigt diesmal eigentlich von der Musik gehalten werde. Er betonte, dass das Festhochamt ein Grund zur Freude sei und man Gott danken wolle für den langjährigen Dienst der beiden Jubilare. „Ihr seid durch Gott getragen und habt durch die Menschen erfahren, was eure Arbeit bewirkt“, wandte Schwerdtfeger sich an Nörthemann und Herzig. Zudem ging er auf die Verbundenheit der beiden Jubilare zur Musik ein. Während Nörthemann Orgel spielt, war die Bratsche das Instrument von Herzig. Des Weiteren beschäftigte sich Schwerdtfeger mit der Schönheit des christlichen Glaubens: „Er ist aus mehreren Gründen schön. Er ist schön, weil er von Schuld und Sünde spricht und weil er von Gott und den Menschen spricht. Zudem ist er schön, wenn wir Fremde bei uns aufnehmen, und weil er von dem Gott erzählt, der sich in Christus hingibt.“ Über die Musik Mozarts, die in St. Godehard erklang, sagte Schwerdtfeger in Anlehnung an den Theologen Karl Barth, dass diese Verkündigung sei. „Barth hat Mozart als Theologen gesehen“, so der emeritierte Weihbischof. Zum Abschluss wünschte er den beiden Jubilaren, dass sie sich mehr das Positive als das Negative betrachten können.

Für die Pfarrgemeinde St. Godehard überbrachte Carolin Herbke die Glückwünsche an Günther Nörthemann und Karl-Ludwig Herzig. Sie wünschte den beiden Gesundheit, Gottes reichen Segen und viel Freude an den Dingen, die sie erfüllen. Bei Nörthemann bedankte sie sich dafür, dass er die Gottesdienste in Göttingen regelmäßig mit seinem Orgelspiel bereichere. Sie nutzte zudem die Gelegenheit, sich bei den Musikerinnen und Musikern, die die Messe mitgestalteten, zu bedanken.

Im Anschluss an die Messe gab es einen Empfang im Pfarrheim von St. Godehard. Hier hatten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Gelegenheit, den Jubilaren zu gratulieren und mit ihnen ins Gespräch zu kommen. Ein Dank gilt allen, die zum Gelingen der Messe und des anschließenden Empfanges beigetragen haben.

Vera Wölk, Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit