Martinsumzüge in Göttingen und der Region
In zahlreichen Pfarrgemeinden haben in der vergangenen Woche Martinsumzüge stattgefunden.
Hier gibt es eine Zusammenfassung verschiedener Umzüge.
Gleich zweimal erstrahlten Bovenden und Weende im warmen Schein unzähliger Laternen. Die traditionellen Martinsumzüge lockten zahlreiche Familien an und sorgten für stimmungsvolle Novemberabende voller Licht und Gemeinschaft.
Besonders eindrucksvoll war die Begleitung durch St. Martin hoch zu Ross. An drei Stationen hielten die Umzüge inne, und das Pferd selbst erzählte – mit einer warmen, einfühlsamen Stimme – die Geschichte seines Reiters. Aus seiner Sicht erfuhren die Kinder, wie Martin im kalten Winter seinen Mantel mit einem frierenden Bettler teilte und damit Hoffnung und Wärme schenkte. So wurde die alte Legende lebendig und greifbar: Ein Moment, der viele Herzen berührte.
Mit leuchtenden Laternen, fröhlichen Liedern und viel Begeisterung zogen die Teilnehmenden durch die Straßen. Die stimmungsvolle Atmosphäre wurde begleitet durch Akkordeon-Musik, Lachen und dem rhythmischen Schnauben des Pferdes, das geduldig Schritt für Schritt dem Menschenzug voranging.
Zum Abschluss lud der Duft von frischem Laugengebäck und heißem Kinderpunsch zum Verweilen ein. Bei Gesprächen und Lachen klang der Abend aus – erfüllt von Dankbarkeit und dem Gefühl, gemeinsam ein Licht in die Welt getragen zu haben.
Der traditionelle Martinsumzug in Grone erfolgte am 11. November. Es leuchteten erneut viele bunte Laternen. In einer Sternwanderung von verschiedenen Orten zogen Groß und Klein durch die Straßen und trafen sich zusammen auf der evangelischen Kirchwiese St. Petri. Beim Mitmachspiel konnten die Kinder mit ihren Familien selbst die Geschichte von Sankt Martin erleben. Sie hörten, dass wir alle Licht in die Dunkelheit bringen können, wenn wir füreinander da sind und miteinander teilen. Die Bläsergruppe begleitete die bekannten Martinslieder und sorgte für eine festliche Stimmung. Ein weiterer musikalischer Moment war der Rapp „Lichterkinder“ der von allen begeistern mitgesungen wurde.
Danke an alle, die dabei waren und diesen Abend so besonders gemacht haben!
In Hann. Münden organisierte der Kindergarten St. Katharina ein Martinssingen. Die rund 150 Teilnehmerinnen und Teilnehmer trafen sich an der katholischen Kirche und zogen dann mit zwei Zwischenstopps durch die Stadt zum Kindergarten.
Am 10. November war es wieder so weit – die Gemeinde Maria Königin des Friedens und die Martinsgemeinde in Geismar haben zum Martinsspiel und dem sich daran anschließenden Martins-Umzug durch Geismar eingeladen. Diese Tradition wird seit mittlerweile über 20 Jahren gepflegt.
Der Beginn für Groß und Klein war um 17 Uhr in Maria Frieden. Der Kirchenraum füllte sich schnell, schätzungsweise waren 200 Erwachsene und vielleicht noch einmal genauso viele Kinder gekommen. Vom Altarraum aus waren viele aufgeregte und gespannte Kindergesichter zu sehen.
In diesem Jahr haben Mitglieder des Gemeindeleitungsteams von Maria Frieden und der Gemeinde das Martinsspiel aufgeführt, zu dem eine Martinsandacht gehörte. Selbstverständlich wurde auch das St. Martins-Lied gesungen.
Zu unserer Tradition gehört es ebenfalls, dass der sich daran anschließende Martinsumzug vom Hl. Martin auf einem echten Pferd angeführt wurde. Pferd und Reiter kamen vom Göttinger Birkenhof, der Reitschule der Familie Trettin in Geismar. Nach etwa einer halben Stunde wurden wir auf dem Platz der Martinsgemeinde von Pastor Detlef Lönneker und Gemeindemitgliedern freundlich begrüßt. Eine besonders sympathische Einladung ging dann speziell an die Kinder: Für sie waren die bereitgestellten Brezeln da – mit der Aufforderung, sie nicht allein zu essen, sondern mit einem anderen Kind zu teilen. Abgeschlossen wurde der Abend mit einem von Pastor Detlef Lönneker vorgetragenen Gebet.
Schön, wenn die zeitlose Botschaft von Sankt Martin bei allen, die sich an dem Montag wieder auf den Weg gemacht hatten, weiterwirkt. Ein herzliches Dankeschön an alle helfenden Hände sowie an Reiter und Pferd vom Göttinger Birkenhof und an die Freiwillige Feuerwehr Geismar.
Zu einem besonderen Martinsumzug in der Kirche St. Paulus trafen sich am Wochenende etwa 60 Erwachsene und ebenso viele Kinder. Pfarrer Hans Haase las die Martinsgeschichte mit Handybeleuchtung vor. Hierbei hörten ihm alle Anwesenden gespannt zu. Der Laternenumzug erfolgte dann in der Kirche. Im Anschluss wurden gebackene Martinsgänse und Punsch miteinander geteilt.
Bianca Nowak, Barbara Matusche, Matthias Winkelmann, Thomas Veitschegger und Ute Stadermann
Zusammengestellt von Vera Wölk, Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit








